Hallo Welt! Hallo Lilienthal!

In diesem Beitrag kannst du mehr über mich erfahren: Warum ich jetzt in Lilienthal Politik machen möchte zum Beispiel. Vielleicht macht er dir ja Lust darauf, mehr von mir zu lesen und mich auf meinem Weg in die Kommunalpolitik zu begleiten.

2013 bin ich mit meinem Mann nach Lilienthal gezogen – weil wir uns in Bremen keines der Häuser leisten konnten, die uns gefallen hätten. 2017 wurde unsere Tochter geboren. Lilienthal gefiel uns als neue Heimat sehr gut. Bis wir dann im letzten Jahr zunächst keinen Kindergartenplatz für unsere Tochter bekommen haben. Wir waren total enttäuscht. „Wie kann es sein, dass eine Gemeinde Familien einlädt herzukommen, wenn sie nicht genug Plätze in den Kindergärten vorhalten kann?“, dachten wir. Erst nachdem wir Klage eingereicht hatten, bekamen wir einen Platz.

„Wir haben einen Platz, aber zahlreiche andere Kinder nicht.“ Dieser Gedanke lies mich nicht los, sodass ich damit anfing, mich mit den Hintergründen des Kitaplatzmangels in Lilienthal zu beschäftigen. Ich ging zur Sprechstunde des Bürgermeisters, zu einem Treffen der Familienthaler und zu Sitzungen des Bildungsausschusses und des Kreistags. Erst jetzt ging mir auf, welche Probleme Lilienthal in Sachen Infrastruktur eigentlich hat: Wie viel getan werden müsste und wie viel trotzdem nicht vorankommt – nicht nur bei den Kitas und Schulen. Als ich dann Anfang diesen Jahres angesprochen wurde, ob ich mir vorstellen könnte, selbst für ein Amt als Ratsfrau zu kandidieren, ging mir das sprichwörtliche Licht auf: Statt weiter zu meckern, möchte ich selbst etwas an der Situation ändern. Damit Lilienthal sein volles Potential entfalten kann.

Damit ihr besser verstehen könnt, warum ich mich so spontan dafür entschieden habe, selbst politische Verantwortung für meine Gemeinde übernehmen zu wollen, möchte ich euch in diesem Beitrag auch schon einmal ein bisschen was zu mir erzählen. Also fangen wir einfach mal ganz vorne an:

Zu meiner Person

Mein Name ist Isabell Harder. Geboren bin ich 1985 in Siegen (Nordrhein-Westfalen, zwischen Köln und Frankfurt). Meine Mutter ist Hausfrau, mein Vater Finanzbeamter. Beide waren und sind vielfältig ehrenamtlich aktiv. Ich habe zwei jüngere Geschwister, einen Bruder (Metallbauer) und eine Schwester (Erzieherin). Meine Mutter stammt ursprünglich aus dem Emsland. Ich bin also schon immer zumindest zur Hälfte Niedersächsin 😉

Ich bin katholisch getauft, aber ökumenisch erzogen. Meine Eltern waren eines der ersten katholisch-evangelischen Paare überhaupt, die in den 1980ern im Emsland getraut wurden. Zur Schule bin ich immer sehr gerne gegangen. Obwohl das auf dem Foto rechts nicht so aussieht. Auf dem Gymnasium war ich bis zum Abi in der Theater-AG „Theaterkiste“. Auch später während der Studiums habe ich in Bremen immer wieder bei Stücken des Bremer Amateur Theater Ensembles mitgespielt. Das hat mich sehr geprägt. Noch heute habe ich kein Problem damit, vor vielen Menschen zu sprechen. Weniger erfolgreich war ich im Schul-Chor. Bis heute habe ich ganz eindeutig ein großes Problem damit, vor vielen Menschen zu singen. Über Sport schweige ich mich hier lieber aus.

Neben der Schule war ich ab meinem zwölften Lebensjahr Mitglied der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Mit 16 wurde ich dann dort Jugendleiterin. Für mich gilt auch heute noch: Einmal Pfadfinder:in, immer Pfadfinder:in. Schon früh habe ich bei der DPSG Werte erlebt, die ich bis heute hochhalte: Weltoffenheit, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Inklusion, Naturschutz und Mitbestimmung. Es ist großartig, dass es auch bei uns in Lilienthal einen Stamm der DPSG gibt, der Kindern und Jugendlichen die Chance gibt, die gleichen wertvollen Erfahrungen zu machen.

Wertvolle Erfahrungen habe ich als Jugendliche auch durch zahlreiche Nebenjobs gemacht: Vom Zeitungsaustragen über Nachhilfe bis hin zur Eisverkäuferin und zum Staubsauer-Zusammenschrauben im Akkord habe ich so einiges schon mal gemacht.

Was ich beruflich mache

Zum Studieren bin ich 2005 nach Bremen gekommen. Das war keine sonderlich gezielte Studienplatzwahl. Eine meiner Schulfreundinnen wollte gerne an der Bremer Uni Politik studieren und wir wollten zusammen eine WG aufmachen. Das Bachelorstudium in Germanistik und Kulturwissenschaft klang ganz interessant, also zog ich mit nach Bremen. Finanziert habe ich mir mein Studium zuerst über Bafög und Nebenjobs. Ab dem zweiten Semester wurde ich dann über das Cusanuswerk mit einem Studienstipendium gefördert. Bis heute rechne ich es meinen Eltern hoch an, dass sie mir bei der Studienwahl nicht reingequatscht haben. Mal ehrlich: Germanistik und Kulturwissenschaft? Auf Taxifahren oder was? Für mich jedenfalls ist das Ganze gut ausgegangen. Ich habe schon während des Studiums die Fühler Richtung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit ausgestreckt und konnte dann auch direkt nach meinem Studienabschluss eine Stelle an der Uni im Fachbereich Produktionstechnik antreten.

Seit 2018 arbeite ich als Wissenschaftskommunikatorin wieder an der Universität Bremen – nach einem kurzen beruflichen Ausflug nach Hamburg zu einem Projektträger des Bundesforschungsministeriums und nach einer einjährigen Elternzeit, während der ich auch mein erstes Kinderbuch geschrieben habe. Auf dem Foto rechts seht ihr mich mit meinem zweiten Kinderbuch, das im Februar 2021 erschienen ist. In meinem Beruf geht es darum, Öffentlichkeitsarbeit für Wissenschaft zu machen. Das heißt, Bürger:innen zu erklären, wie Wissenschaft funktioniert und Wissenschaftler:innen die Chance zu geben, mit Bürger:innen und Politik ins Gespräch zu kommen. In Zeiten von Corona haben wir gelernt, wie wichtig gute Wissenschaftskommunikation ist.

Meine Aufgaben an der Uni reichen von der Organisation der Kinder-Uni bis hin zur Beantragung von Fördergeldern und Umsetzung neuer Projekte. Meine Arbeit macht mir viel Spaß, weil ich die Chance habe, hautnah an aktueller Forschung dran zu sein und jeden Tag etwas Neues zu lernen. Nur die Trägheit des Öffentlichen Dienstes zehrt manchmal an den Nerven, wenn man eigentlich relativ dynamisch unterwegs sein möchte. Deswegen haben eine Kollegin und ich uns auch nebenberuflich mit ScienceLighter selbstständig gemacht, um ab und zu ein paar Projekte unabhängig umsetzen zu können. Neben der klassischen Öffentlichkeitsarbeit machen mir auch Organisations- & Strategieentwicklung und die Moderation partizipativer Formate wie Barcamps, Open Spaces und Design Thinking Workshops große Freude.

So viel an dieser Stelle zu meiner Person. In den kommenden Blogbeiträgen wirst du noch einiges von mir erfahren. Jetzt möchte ich  aber auch dich kennenlernen. Wohnst du selbst in Lilienthal und siehst Verbesserungspotential? Oder möchtest du einfach Feedback auf diesen Beitrag geben? Dann freue ich mich, wenn du mir deinen Kommentar dalässt!

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